Unterschätze Gefahr: Bauchfett – und die Folgen davon

Bauchfett © jinga80 - Fotolia.com
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Man muss nicht Einstein sein, um zu wissen, dass Übergewicht ungesund ist. Jedoch tendieren Betroffene dazu, das Problem herunterzuspielen. Wie schädlich erhöhte Körperfettwerte jedoch wirklich sind, wissen viele nicht. In diesem Beitrag zeigen wir Dir die neuesten Ergebnisse von Studien und wie Du langfristig Dein Herzinfarktrisiko senken kannst.

Mit Unterstützung purzeln die Kilos schneller!

Menschen, die quasi ihr ganzes Leben lang mit Übergewicht zu kämpfen haben, wissen, dass neben den körperlichen Problemen oft auch die Psyche sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Sticheleien und Beschimpfungen trüben das Selbstwertgefühl. Der Wunsch abzunehmen ist omnipräsent, aber aus eigener Kraft nicht zu erreichen. In diesem Fall benötigt man Hilfe. Sprich mit Deinem Arzt über Therapiemöglichkeiten und Unterstützung.

Wichtig ist aber auch, dass Du Dir darüber im Klaren bist, dass Übergewicht nicht nur ästhetische Folgen hat, sondern auch körperliche. Bevor Du also mit Abnehmmaßnahmen beginnst, solltest Du Dein Körperfett bestimmen.

Bestimmung des Körperfettanteils

Es gibt zahlreiche Varianten, um das Körperfett zu berechnen. Der Bodybuilder Thomas Bluhm gibt in seinem Blog got-big.de Tipps, wie man Training und Ernährung gestalten soll, damit Körperfett zu Muskelmasse wird. In einem seiner Artikel beschreibt er zehn verschiedene Arten der Körperfettberechnung. Die Körperfettwaage hält der Profisportler für langfristig nicht zuverlässig. Er schwört auf die Methode, für die man einen Caliper benötigt. Mit diesem Gerät wird die Dicke der Bizepsfalte, der Bauchfalte und der Hüftfalte gemessen. Anschließend werden die Werte in Verhältnis zu Geschlecht und Alter gesetzt. Wer keine Lust hat, selbst zu rechnen, kann auch einfach auf Thomas‘ Blog den dort zur Verfügung stehenden Rechner benutzen.

Erkenntnisse aus neuesten Studien belegen Altbekanntes

Die neuesten Erkenntnisse aus aktuellen Studien bestärken altbekanntes Wissen: Bauchfett und Nikotinkonsum erhöhen das Herzerkrankungsrisiko. Dieses Ergebnis wurde im September 2013 in Amsterdam von Experten auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie präsentiert.

Zudem konnten finnische Forscher nachweisen, dass Bewegung einen stärkeren Präventionseffekt bei der Vorbeugung von plötzlichem Herztod bei Männern hat als Medikamente. Die finnische Studie belegt, dass schlechte Fitnesswerte das Risiko für plötzlichen Herztod um das Doppelte im Vergleich zu Personen mit guter Fitness erhöhten.

Bauchfettreduktion nach Herzinfarkt erhöht die langfristigen Überlebenschancen

Die Ergebnisse einer französischen Langzeitstudie, die ebenfalls in Amsterdam vorgestellt wurde, konnten ganz deutlich zeigen, dass es bei Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt haben, von besonderer Bedeutung ist, Bauchfett zu minimieren.

Bei der Präsentation der Erkenntnisse haben die Ärzte auch das Adipositas-Paradoxon angesprochen. Es besagt, dass mehr Adipöse in der akut lebensbedrohlichen Situation des Herzinfarkts überleben als Übergewichtige. Die französische Studie jedoch beschäftigte sich mit der Zeit danach (5 Jahres-Periode). Für diese gilt: Die Sterblichkeit von Untergewichtigen liegt mit 41 Prozent am höchsten. Die von stark adipösen Patienten und solchen, deren Bauchumfang mehr als 100 cm (Frauen) bzw. mehr als 115 cm (Männern) beträgt, war ebenfalls deutlich erhöht. Am niedrigsten war die Sterblichkeitsrate bei übergewichtigen bzw. leicht adipösen Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt hatten.

Krankheitsbild Stress-Bauch

Forscher der renommierten Yale University fanden heraus, dass die Ursache für die Ansammlung von Fett – vorwiegend im Bauchbereich und der Taille – Stress sein kann.

Das Stresshormon Kortisol ist für die Einlagerung von Fett an diesen Körperstellen verantwortlich, vorausgesetzt es wird ständig ausgeschüttet.

Dies wiederum ist nur dann der Fall, wenn man ständig Stresssituationen ausgesetzt ist. Mit dieser Situation ist nicht zu spaßen, denn ein Stress-Bauch kann allerlei negative Folgen mit sich bringen. Das Risiko, an Diabetes und Bluthochdruck zu erkranken, steigt, ebenso wie jenes, einen Schlaganfall zu erleiden.

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